Es gibt verschiedene Szenarien, in denen Sie eine Festplatte sowohl unter Windows als auch unter Linux nutzen wollen. Beispiel 1: Sie haben auf Ihrem PC ein Dual Boot System eingerichtet, auf welchem sowohl Windows als auch Linux installiert sind und Sie hin und wieder das betriebssyste, mit welchem Sie arbeiten, wechseln
Beispiel 2: Sie befüllen eine externe Festplatte auf einem Windows- oder Linux-Desktop-Rechner, wollen diese aber danach auf einem Server im Netzwerk freigeben, der das jeweils andere Betriebssystem nutzt.
Welches Dateisystem soll die festplatte bekommen?
Die erste Frage, die Sie sich stellen ist: Mit welchem Dateisystem soll ich die Festplatte formatieren? Ist es besser, ein windowsnahes Dateisystem wie NTFS oder exFAT zu benutzen, oder ein linuxnahes Dateisystem wie ext4?
Meine Antwort zu dieser Problematik: Wenn Sie eine externe Festplatte abwechselnd an einem Windows und Linux Desktop Rechner nutzen wollen, dann nehmen Sie ein windows-nahes Dateisystem. Wenn Sie die Festplatte hingegen im Netzwerk auf einem Server hosten wollen, dann nehmen Sie das Dateisystem, welches dem Server am nächsten ist, sprich: bei einem Windows-Server NTFS oder exFAT, bei Linux ext4 oder ext3.
auf Linux Rechner Festplatten größer 2 TB mounten über GPT Partitionstabelle
Wenn Sie Ihre Festplatte mit einer Kapazität von mehr als 2 TB auf einem Linux-System einbinden wollen, müssen Sie zudem sicher stellen, dass die Festplatte, die Sie verwenden, mit einer GPT-Partitionierungstabelle formatiert wird. Denn eine alte MBR-Partitionstabelle unterstützt standardmäßig nur Festplatten mit maximal 2 TB.
Am besten ist es, Sie richten die GPT-Partitionstabelle ein, bevor Sie die Festplatte zum ersten Mal mit Daten befüllen.
prüfen, ob eine Festplatte bereits eine GPT Partitionstabelle hat
unter Windows starten Sie eine eingabeaufforderung als Administrator und geben ein
C:\Windows\system32>diskpart diskpart>list disk
In der Ausgabe des kommandos list disk sollte es in der Spalte GPT in der Zeile der betreffenden Festplatte ein Kreuz geben. Ist dieses nicht vorhanden, ist die Platte noch MBR.
Alternativ zeigt ihnen das Tool MiniTool Partition Wizard Free an, ob die Festplatte mit MBR oder GPT intitialisiert wurde.
Unter Linux hingegen nutzen Sie das kommando
parted -l
Sie bekommen einen Output, dessen erste Zeilen so aussehen
Model: ATA TOSHIBA THNSNS25 (scsi)
Disk /dev/sda: 256GB
Sector size (logical/physical): 512B/512B
Partition Table: msdos
Der für sie interessante Eintrag ist fett markiert. Steht an dieser Stelle msdos, ist die Festplatte noch mit einer MBR-Partitionstabelle initialisiert. Ansonsten würde hier gpt stehen.
GPT frisch unter Windows einrichten
Wenn Sei die Festplatte unter Windows formatieren, stecken Sie die Festplatte am Windows-Rechner an. Wir gehen in diesem Szenario davon aus, dass Ihre Festplatte keine produktiven Daten enthält. Wenn Sie eine Festplatte konvertieren wollen, die wichtige Daten enthält (sie die Festplatte also nicht formatierne wollen), dann befassen wir uns damit weiter unten. In diesem Szenario löschen Sie, falls vorhanden, alle existierenden Partitionen auf der fesplatte über die Windows-Datenträgerverwaltung. Rechtsklicken Sie dazu auf das Volume und wählen Sie Volume löschen.
Danach ist ihre festplatte in einem Zustand, in welchem Sie die Platte erst neu initialisieren müssen. Wählen Sie Datenträger initialisieren. Sie werden gefragt, welche Partitionstabelle der Datenträger nutzen soll. Wählen Sie GPT.
Festplatten unter Windows und Linux gleichzeitig nutzen weiterlesen
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