Pure Pwnage

Heute möchte ich mal über eine Show schreiben, die mich mein ganzes Leben lang irgendwie begleitet hat: Pure Pwnage.

Pure Pwnage startete als kleine Persiflage, bei der es um den realitätsfremden C&C Generals Pro Gramer Jeremy geht, der in forgteschrittenem Alter immer noch vom Einkommen seiner Mutter abhängig ist und das Zocken als seinen Beruf sieht. Zum krassen Gegenteil ist sein bodenständiger Bruder Kyle, der in eine Schule für Filmemacher geht und versucht, sein Hobby zum Beruf zu machen. Dabei will er erste erfahrungen sammeln, indem er seinen Bruder Jeremy bei seinem Gamer-Alltag filmt. Das ganze wird mehr als humorvoll verpackt, welches ich nicht zu beschreiben versuche, sondern am Besten gleich mal das Video anhänge.

Diese erste Episode sollte ursprünglich nur als kleine Aufhereitung in einem C&C Generals-Forum, dem Forum des Replay-archivs CnCReplays.com, dienen. Später ist daraus aufgrund der hohen Popularität, den das Video im Internet erzeugt hat, eine ganze Show geworden. Schnell war klar: es muss mehr als nur eine Episode geben.

Besonders reizvoll ist die Show besonders in den ersten Episoden natürlich für jene, die sich mit Echtzeitstrategiespielen und deren Multiplayerszene auskennen. Aber auch Casual-Gamer können bereits in den ersten Episoden einsteigen und kommen recht gut mit.

Später werden auch andere Genres angesprochen. Mit dem Charakter FPS Doug ist sogar eine Ikone geboren worden – von ihm stammt ursprünglich die Phrase Boom Headshot. Die Szenerie, in der Doug vorgestellt wird und mit dieser Phrase um sich drischt, ist berühmter geworden als die Show selbst – und viele dachten dabei, dass es sich bei FPS Doug nicht um einen fiktiven Charakter handelt.

Die show wird anfangs besser und besser – es werden Songs geschrieben, die echten Nerd-Charakter haben und zum Kult werden, wie etwa der Noob Song.

Im Verlauf der Geschichte lernt Jeremy Anastacia kennen. Sie treffen sich in World of Warcraft und Jeremy wird süchtig, was ebenfalls eine sehr lustige Story nach sich zieht.

Dann kommt auch noch Jeremy’s Freund Dave dazu – der besonders durch seine Art, ungewollt passiv-agressiv und komisch zu sein, mir persönlich besonders sympathisch ist.

Die Story schreitet fort. Leider kommt irgendwann die Wende und es geht mehr und mehr um die Story rund um die Charaktere als um das eigentliche Kernelement – den Humor rund um die Welt des Online-Spiels. Das haben die Macher leider so um Folge 12 rum verloren. Es sind ab Episode 12 schon hin und wieder gute Szenen dabei, aber die Ultra-Epicness der ersten Hälfte fehlt einfach.

Dennoch lief die Serie wunderbar und hatte großen Erfolg: In den USA und in Kanada wurden regelmäßige Events abgehalten, zu denen Pure Pwnage-Fans regelrecht hinpilgerten. Die Show schaffte es auch zu Gastauftritten in anderen GAming-Shows, beispielsweise bie der australischen Gamingshow Good Game. Pure Pwnage wurde in Dokumentationen abgehandelt und die Macher wurden online interviewt.

Der charakter Dave, der in der show für seine Kochkünste berühmt ist, war bei den Zuschauern so beliebt, dass es einen SPinoff gab, in dem es nur um den Charakter Dave ging. Die Macher verpassten ihm eine eigene Kochsendung, die einige Anhänger gefunden hat.

2008 kam dann der Rückschlag: Troy Dixon, der Darsteller des in der zweiten Hälfte hinzugekommenen Charakters Terence Brown, ist bei der Heimfahrt von einem Comedy-Auftritt (die meisten Darsteller in Pure Pwnage sind comedians oder Amateur-Schauspieler) tödlich verunglückt – vermutlich aufgrund von schlechten Straßenverhältnissen im Winter von der Fahrbahn abgekommen. Das war vorerst das Ende für die Show. Die Pure Pwnge Crew hat auf seiner Website verlautbart, dass die Show vorerst eingestampft wird, da man sehr stark in der Trauer steckt.

Nach langer Zeit kam Pure Pwnage zumindest teilweise wieder zurück. Sie versuchten sich mit einigen Spinoff-Shows wie beispielsweise der Gamer Army – ursprünglich konnten dort lediglich Fans der Show beitreten und dadurhc von gewissen Benefits durch ihre Mitgliedschaft produzieren – später wurde mit idesen Fans eben die gleichnamige Show produziert.

Ende 2008 kündigte dann Pure Pwnge an, dass Sie mit Showcase eine Partnerschaft abgeschlossen haben und es eine TV-Serie geben wird. Ich persönlich weiß noch, dass ich damals vor Freude ausgerastet bin.

Im Auftakt zu dieser Show gab es einen sogenannten Production Blog, durch welchen die Leute heiß auf die Show gemacht werden sollten.

 

2010, rund 2 Jahre nach dem ersten Production Blog, kam dann endlich die Tv-Sendung – ein REboot der Pure Pwnage Story. Ich muss zugeben, sie war nicht schlecht, hat aber nicht mehr den Charme der sogenannten Web Series ausgestrahlt.

Die Serie schlug aufgrund dessen – und weil schon viele Jahre seit der Ausstrahlung der WEb Series und der production Blogs vergangen waren – nur noch mäßig ein. Deswegen wurde die TV Series leider nach 9 Folgen schon wieder abgesetzt. Lange hörte man nichts mehr von Pure Pwnage. Die Hoffnung von einem Neuanfang war sozusagen ausradiert.

Jahre später kündigten dann die Macher an, dass Sie ein Crowdfunding-Projekt angestoßen haben, um einen Film über Pure Pwnge zu machen – dabei wurde betont, dass dieser wieder mehr im Stil der Web Series gestaltet sein sollte und nicht im Stil der TV series.

Die Summe wurde aufgebracht und wir werden einen Pure Pwnage Movie bekommen. Ich muss sagen: ich bin gemischter Gefühle. Denn: Ich persönlich nehme an, dass im Film aus Sponsoring-Gründen und der Liebe zur Aktualität eben Geschehnisse aus der aktuellen Gaming-Welt aufgegriffen werden.  Irgendwie bezweifle ich, dass der Flair der damaligen Episoden aber in diesem Szenario wiederbelebt werden kann. Aber: Lassen wir uns überraschen.

Im Zuge der Promotion für das Pure Pwnage Movie wurde ein Youtube-Channel mit sämtlichen Episoden der Webseries eingerichtet. Das interessant dabei ist, dass nach der letzten offiziellen Pure Pwnage Folge bereits Filmmaterial für eine neue Episode produziert wurde, welches aber nicht veröffentlicht wurde, da Troy Dixon kurz danach starb. diesesunveröffentliche Material wurde in diesem Youtube-Channel Jahre nach seinem Dreh der Öffentlichkeit gezeigt – und ich finde es geil.

Desweiteren wurde bisher ungesehenes Behind the Scenes Material veröffentlicht.

Jarett Cale, der Darsteller von Jeremy, ist im echten Leben Comedian. Er hat sich in diesem Reddit-Thread sehr eng mit den Fans über den Film und die vergangenen Jahre bei Pure Pwnage unterhalten. Auf jeden Fall lesenswert.

Wer auf dem aktuellen STand in der Movie-produktion bleiben will oder sich selber heiß machen will, der kann das auf verschiedene Art und Weie.

Auch diesmal gibt es einen Production Blog. Der ist allerdings mehr relaitätsnah und nicht auf Comedy gemacht. Die Macher streamen auch regelmäßig. Wer ein bisschen Comedy mag, kann sich Jeremy’s Mail Sack anschauen

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